Die Gefängnisse in Portugal stehen vor schweren Problemen, wie die Justizministerin Rita Alarcão Júdice anerkennt. Die Hafteinrichtungen sind veraltet und die Bedingungen in den Gefängnissen sind Gegenstand großer Besorgnis.
Die vorgelegten Zahlen sind alarmierend: Derzeit befinden sich 13.700 Häftlinge im portugiesischen Strafvollzugssystem, und allein in diesem Jahr wurden 55 Todesfälle in den Gefängnissen des Landes registriert. Diese Daten verdeutlichen die Schwere der Situation, mit der das System konfrontiert ist.
Die Ministerin erkennt öffentlich das Bestehen von „schweren Problemen" im Strafvollzugssystem an. Dieses Eingeständnis erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung Kritik an den Haftbedingungen und der Behandlung der Gefangenen ausgesetzt ist.
Als Reaktion auf diese Krise kündigte die Exekutive Pläne an, einen Flügel der Haftanstalt Lissabon noch im Jahr 2026 zu schließen, in einem Versuch, die Bedingungen zu verbessern und die Überbelegung zu verringern.




