Eine Studie der Universität Portucalense zeigt, dass die befragten Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und des Managements eine hohe Messlatte bei den von Arbeitgebern geschätzten Kompetenzen erkennen, aber weniger Vertrauen in ihre eigene Vorbereitung zeigen. Auf einer Skala von eins bis fünf vergaben die Studierenden einen Durchschnitt von 4,40 für die Kompetenzen, die ihrer Meinung nach vom Arbeitsmarkt erwartet werden, bewerteten jedoch ihre eigenen Kompetenzen mit 4,08 und ihre Fähigkeit, den Erwartungen zu entsprechen, mit 4,04.
Zeitmanagement zeigt sich als einer der Bereiche, in denen diese Diskrepanz am deutlichsten wird, wobei die Studierenden eine durchschnittliche Wichtigkeit von 4,61 vergeben und ihre eigene Kompetenz mit 3,95 bewerten. Bei den beruflichen Kompetenzen ist der Unterschied noch ausgeprägter, mit 4,22 an Erwartung gegenüber 3,48 bei der Selbsteinschätzung. Strategisches Denken und Präsentationskompetenzen zeigen ebenfalls relevante Unterschiede zwischen der Wahrnehmung der Marktanforderungen und dem Vertrauen der Studierenden in ihre eigenen Fähigkeiten.
Margarida Carvalho, Ko-Koordinatorin des MBA-Programms der UPT und eine der Autorinnen der Studie, weist darauf hin, dass die Ergebnisse keine Studierenden ohne Kompetenzen widerspiegeln, sondern ein geringeres Vertrauen als die Messlatte, die die Studierenden selbst mit dem Arbeitsmarkt verbinden. Die Forschung hat Arbeitgeber nicht direkt bewertet, daher ist es nicht möglich, Rückschlüsse auf das Bestehen eines objektiven Kompetenzdefizits zu ziehen.
Berufserfahrung zeigt sich als einer der Faktoren, die mit höheren Vertrauensniveaus verbunden sind. Studierende mit mehr als sechs Monaten Berufserfahrung bewerten ihre beruflichen Kompetenzen mit 4,19, während Studierende ohne Erfahrung einen Durchschnitt von 3,13 haben. Ähnliche Unterschiede zeigen sich in Bereichen wie Kommunikation, Kreativität und Präsentation.




