Portugal führte eine Auktion öffentlicher Schuldtitel durch, bei der 1.628 Millionen Euro durch drei Emissionen von Staatsanleihen platziert wurden, sah sich jedoch einem allgemeinen Zinsanstieg über alle Laufzeiten hinweg gegenüber. Die Operation wurde von der Agentur für Schatzamts- und Staatsverschuldungsmanagement (IGCP) durchgeführt, zu einem Zeitpunkt, als das Land gerade von der Fitch-Agentur eine Heraufstufung seines Ratings auf A+ erhalten hatte. Die neunjährige Emission brachte 602 Millionen Euro zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 3,632% ein, die achtjährige nahm 626 Millionen zu 3,559% auf und die vierjährige beschaffte 400 Millionen zu 3,122% – allesamt Werte, die über denen vorheriger vergleichbarer Emissionen lagen.
Der Anstieg der Finanzierungskosten spiegelt einen globalen Kontext steigender Staatsanleiherenditen wider. Der Konflikt im Nahen Osten weckte erneut Inflationsbefürchtungen und verstärkte die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank, wobei eine Anhebung um 25 Basispunkte für die nächste Sitzung erwartet wird. Der Krieg in der Ukraine trägt ebenfalls zur Inflationsbelastung bei, da Angriffe auf russische Raffinerien und Häfen im Schwarzen Meer das Angebot an Kraftstoffen und Getreide auf dem internationalen Markt verringern.
Das Klima der Besorgnis erstreckt sich auf die Eurozone, wobei Deutschland Staatsanleihen mit der höchsten Rendite seit 2010 begeben hat. Im Sekundärmarkt stieg die Rendite der deutschen 10-jährigen Bundesanleihen auf 3,395%, während die entsprechende portugiesische Rate auf 3,741% vorrückte – den höchsten Wert seit April 2017.
Florian Späte, leitender Anleihenstratege bei Generali Investments, ist der Ansicht, dass der Anstieg der Renditen noch nicht vorbei ist, und weist darauf hin, dass fiskalische Risiken, anhaltende Inflation und wachsende Finanzierungsbedürfnisse die Laufzeitprämien weiter antreiben werden. Er geht jedoch davon aus, dass die Spreads der Staatsschulden der Peripherieländer der Eurozone stabil bleiben dürften, was die Anfälligkeit Frankreichs unterscheidet, dessen fiskalische Ungleichgewichte und politische Unsicherheiten seine Anleihen einem breiteren Risikoaufs




