Das Interview von Douglas Ruas bei GLOBO, Extra, Valor und CBN folgt einem klassischen Muster der fluminense Politik: Verbündete während des Wahlkampfes verstecken. Der Artikel analysiert diese Strategie, die im Bundesstaat Rio de Janeiro nichts Neues ist.
Vor zwanzig Jahren wandte Sérgio Cabral, Kandidat der MDB für das Amt des Gouverneurs des Bundesstaates im Jahr 2006, dieselbe Taktik an, als er auf seinen Parteifreund Anthony Garotinho angesprochen wurde, den ehemaligen Gouverneur und Ehemann von Rosinha Garotinho, die zu dieser Zeit das Amt der Gouverneurin innehatte. Damals wich Cabral aus und sagte, er sei „sein eigener Kandidat" und habe keinen politischen Gönner.
Acht Jahre später wiederholte Luiz Fernando Pezão, ehemaliger Vize von Cabral und Kandidat für das Amt des Gouverneurs, die Strategie. Zu dieser Zeit war Cabral bereits angeschlagen durch die Proteste von 2013, den Skandal um die „Farra dos Guardanapos" in Paris sowie die Kontroversen um die privaten Hubschrauberflüge mit seinem Hund Juquinha.
Die Analyse legt nahe, dass Douglas Ruas dieselbe Haltung seiner Vorgänger in der fluminense Politik einnimmt und während des Interviews Verbündete versteckt, um zu vermeiden, seinen Wahlkampf mit unpopulären Persönlichkeiten in Verbindung zu bringen – ein wiederkehrendes Verhalten unter Kandidaten für das Amt des Gouverneurs von Rio de Janeiro.




