Die easyJet-Besatzungsmitglieder in Porto halten die betriebliche Situation in der Stadt für „unhaltbar" aufgrund des Personalmangels und geben zu, neue Wege zu erkunden, einschließlich eines neuen Streiks. Das Nationale Gewerkschaftsforum des Flugpersonals der Zivilluftfahrt (SNPVAC) erklärt, dass es die Situation seit einiger Zeit verfolgt, trotz der ständigen Appelle an das Unternehmen.
Der SNPVAC argumentiert, dass das Unternehmen das Problem des Mangels an Besatzungsmitgliedern nicht lösen kann, weil es den Betrieb mit minimaler Personalbesetzung plant und die FTE-Zahlen (Full-Time Equivalent) falsch berechnet, was den Eindruck erweckt, dass genügend Arbeitnehmer vorhanden sind, obwohl in Wirklichkeit zu wenige sind. EasyJet hingegen versichert, dass es die portugiesische Arbeitsgesetzgebung vollständig einhält und die Anschuldigungen der Gewerkschaft zurückweist.
Im August 2024 legten die easyJet-Besatzungsmitglieder aus genau demselben Grund einen dreitägigen Streik ein, wobei 200 Flüge gestrichen wurden. Die Gewerkschaft vertritt die Ansicht, dass die Hauptfunktion der Besatzungsmitglieder darin besteht, die Flugsicherheit zu gewährleisten und nicht besorgt über Flugstreichungen wegen fehlenden verfügbaren Personals zu sein. Der SNPVAC kritisierte, dass viele Kollegen aufgrund von Erschöpfung durch schwere Dienstpläne und ständige betriebliche Störungen eine psychologische Krankschreibung benötigten.
Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass bereits Transfers zur Basis in Porto angeboten werden, was sie als Bestätigung dafür betrachtet, dass die Forderungen nach mehr Personal berechtigt waren. „Wir sind weiterhin bestrebt, dem Unternehmen zu zeigen, dass diese Situation unhaltbar ist, und zu demonstrieren, dass, wenn sich nichts ändert, andere Wege beschritten werden könnten", schließt die Erklärung.




