Der Nationale Verband der portugiesischen Gemeinden (ANMP), geleitet von Präsident Pedro Pimpão, fordert, vor der öffentlichen Präsentation der Überarbeitungsvorschläge zum Gesetz über die lokalen Finanzen gehört zu werden. Der Verband hat bereits an zwei Sitzungen mit der im April von der Regierung eingerichteten Arbeitsgruppe teilgenommen, wurde jedoch zunächst nur als „Beobachter" benannt, was bei den Kommunalpolitikern auf Kritik stieß, obwohl Pedro Pimpão versichert, dass diese Frage inzwischen geklärt ist.
Pedro Pimpão, Kommunalpolitiker aus Pombal, vertritt die Ansicht, dass die Überarbeitung in einem neuen Gesetz über die lokalen Finanzen resultieren sollte und nicht nur in punktuellen Änderungen, da das geltende Gesetz aus der Zeit der „Troika" stammt, als die Regierung von Pedro Passos Coelho es im September 2013 änderte. Der ANMP-Vorsitzende erwartet, bis Ende November eine Vorabversion der Vorschläge zu erhalten, um sich noch während der Arbeiten der Arbeitsgruppe äußern zu können.
Zu den wichtigsten vom ANMP geforderten Änderungen gehört die Erhöhung der Gemeindebeteiligung an den vom Staat erhobenen Steuern von 19,5% auf 25,3%, sowie eine Beteiligung an Steuern auf Erdölerzeugnisse und Umweltfonds zur Unterstützung des Klimawandels und der Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegenüber Katastrophen.
Im Juni 2024 kündigte Premierminister Luís Montenegro an, dass die Regierung ein neues Gesetz über die lokalen Finanzen vorlegen würde, um die finanziellen Ressourcen der Gemeinden zu aktualisieren. Im April wurde die Arbeitsgruppe eingesetzt, die mit der Koordinierung dieser Überarbeitung beauftragt wurde.




