Der Artikel „Die Doppelmoral der zwei Türen!" ist eine Meinungsreflexion, die die Heuchelei in bestimmten Diskursen über Einwanderung in Portugal anspricht. Der Autor hebt den Widerspruch von Menschen hervor, die ausgewandert sind, im Ausland gearbeitet und Geld verdient haben, aber dann zurückkehren und die internationale Mobilität kritisieren, wenn sie von Ausländern praktiziert wird.
Der Text hinterfragt die Logik, emigration für Portugiesen, die bessere Löhne oder Möglichkeiten suchen, als legitim zu betrachten, aber dieselben Rechte zu verurteilen, wenn der Protagonist auf der anderen Seite der Grenze geboren wurde. Der Autor vergleicht die Grenze mit einem „philosophischen Türsteher", der sich für die einen öffnet und für andere je nach Herkunft schließt.
Der Artikel behandelt auch den Widerspruch derjenigen, die behaupten, dass Einwanderer „Arbeitsplätze stehlen", während sie selbst jahrelang in einem anderen Land gearbeitet haben, gerade weil jemand ihnen Türen geöffnet hat. Er erwähnt auch die wirtschaftliche Version des Paradoxons, bei der billige und verfügbare Arbeitskräfte gefordert, niedrige Löhne jedoch abgelehnt werden.
Schließlich kritisiert der Text die selektive Nutzung des Staates, bei der einige öffentliche Unterstützung für andere ablehnen, aber auf Bildung, Gesundheit und Unternehmensförderung zurückgreifen, wenn es ihnen passt. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das eigentliche Problem nicht die Einwanderung ist, sondern die Fähigkeit, eine „Doppelmoral der zwei Türen" mit unterschiedlichen Maßstäben für sich selbst und für andere zu konstruieren.




