Die brasilianische Börse schloss am Dienstag mit einem Anstieg von 1,5% bei 187.930 Punkten und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang Mai. Der Dollar hingegen schloss mit einem Rückgang von 0,86% bei 5,08 R$, dem niedrigsten Stand seit einem Monat. Die Indikatoren verzeichneten einen positiven Tag trotz des widrigen externen Umfelds.
Analysten nennen drei Hauptfaktoren für die Aufwertung des Marktes an diesem Dienstag. Erstens die Verschärfung der Wahlumfragen, wie die am Montag veröffentlichte Quaest-Umfrage, die ein enges Rennen zwischen Lula (PT) und Jair Bolsonaro (PL) in einer möglichen Stichwahl zeigte. Die Finanzmärkte hatten ihre Erwartungen in den letzten Wochen auf Basis dieser Umfragen überarbeitet.
Der zweite Faktor war die Rückkehr des ausländischen Investors, der wieder brasilianische Aktien kaufte, nachdem er die Kurse der Unternehmen des Landes als „diskontiert" eingestuft hatte. Das dritte günstige Element war die Empfehlung der Bank of America zum Kauf brasilianischer Aktien.
Die Kombination aus dem Kauf von Real durch ausländische Investoren mit der Exposition der brasilianischen Währung gegenüber dem Öl trug zum Rückgang des Dollars bei. Das herausfordernde externe Umfeld steht im Kontrast zur positiven Performance des brasilianischen Marktes, der auf günstige inländische Bedingungen reagierte.




