Die Eisenbahnstrecke China-Kirgisistan-Usbekistan (CKU) befindet sich im Bau, ein Projekt, das die Handelsverbindungen Zentralasiens stärken und den Gütertransport zu den europäischen Märkten verkürzen soll. Die kirgisische Agentur Kabar gab am 7. September den Durchschlag des Tunnels Kosh Dobo Nord Nr. 2 mit einer Länge von 209,6 Metern bekannt, was einen Fortschritt beim Bau darstellt, obwohl die Infrastruktur noch nicht in Betrieb ist.
Die geplante Strecke verbindet Kashgar im Westen Chinas mit Andijan in Usbekistan und durchquert Kirgisistan über Torugart, Makmal und Dschalal-Abad. Nach Angaben des kirgisischen Verkehrsministeriums wird die Gesamtlänge mehr als 530 Kilometer betragen, davon etwa 304 Kilometer auf kirgisischem Territorium, und sie wird mit den bestehenden Eisenbahnnetzen der drei beteiligten Länder verknüpft.
Die Möglichkeit, nach Westen in Richtung Europa weiterzufahren, wird in einer Bewertung der Asiatischen Entwicklungsbank erwähnt, die eine Route durch Turkmenistan, den Iran und die Türkei identifiziert, die Transporte ohne Durchquerung russischen Territoriums ermöglicht. Die usbekische Präsidentschaft projektierte bis zu 15 Millionen Tonnen Waren pro Jahr und eine Reduzierung von sieben Tagen in der Lieferzeit zu den europäischen Märkten.
Derzeit laufen Arbeiten an 27 Tunneln, 43 Brücken und 88 Eisenbahnplattformabschnitten, sowie der Bau von 20 Bahnhöfen. Das Projekt sieht insgesamt 29 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 104,83 Kilometern vor, einschließlich Bauwerke wie die Tunnel Naryn Nr. 1, Kosh Dobo und Fergana, jeder mit mehr als 12 Kilometern.




