Die Baumschule von Grandachão in Rio Frio, Arcos de Valdevez, die seit mehreren Jahren stillgelegt war, wurde Schauplatz einer künstlerischen Intervention im Rahmen des Projekts Galeria Paisagem. Diese langjährige künstlerische Residency führte mehrere Kreative in das Territorium von Santa Cruz in der Westzone der Gemeinde, mit dem Ziel, die Kunst für die lokale Bevölkerung zugänglicher zu machen und die Landschaft, die Erinnerung und die Identität der Region neu zu interpretieren.
Die Dokumentarfotografin Lara Jacinto war die für die Intervention in der ehemaligen Waldbaumschule verantwortliche Künstlerin. Die Schöpferin installierte ein Triptychon aus Bildern, das sich visuell in die Vegetation des Ortes einfügt, als Ergebnis einer Recherche darüber, wie sich die Bewohner mit dem sie umgebenden Territorium auseinandersetzen. Lara erklärte, dass der Prozess nicht auf Dokumentation beschränkt war, sondern vielmehr darauf abzielte, abstraktere kleine visuelle Erzählungen zu konstruieren, weg von einem rein beschreibenden Ansatz.
Die Arbeit in der Baumschule blieb nicht isoliert, da sich dieselbe fotografische Untersuchung auf zehn stillgelegte Bushaltestellen entlang der Straße zwischen Cachamundinho und Senharei erstreckte. Diese Erweiterung verstärkt den roten Faden des Projekts, der darin besteht, verlassene oder vergessene Infrastrukturen als Ausgangspunkte für eine Reflexion über das Territorium zu betrachten.
Der Fall der Baumschule von Grandachão reiht sich in weitere Interventionen der Galeria Paisagem im Territorium von Santa Cruz ein, wie etwa eine Aufführung experimenteller Musik im Wald von Miranda.




