Richter André Mendonça vom Obersten Gerichtshof (STF) sagte, er sei über einen Monat lang Ziel einer systematischen und rechtswidrigen Überwachung durch den Geheimdienstbereich der Bundespolizei (PF) gewesen. In einer auf Antrag der Partei Novo ergangenen Entscheidung setze Mendonça den Generaldirektor der PF, Andrei Rodrigues, ab.
Der Richter listete sechs Berichte auf, die zwischen dem 3. und 31. August erstellt wurden und Analysen seiner Aktivitäten sowie seiner Beziehung zum Generalanwalt der Union, Jorge Messias, enthielten. Seiner Aussage nach offenbart das Material die Durchführung einer Überwachung und gezielten Datensammlung sowohl über ihn als auch über Messias.
Für Mendonça stellt die Praxis ein rechtswidriges Abfangen eines Richters des Obersten Gerichtshofs des Landes dar. Diese Aussage ist in einer Entscheidung enthalten, in der der Richter Dokumente der Geheimdienstarbeit analysiert, die innerhalb der Bundespolizei selbst erstellt wurden.




