Ein Forscherteam analysierte etwa tausend Knochen, die in drei Höhlen in der Region Granada in Spanien entdeckt wurden, und kam zu dem Ergebnis, dass Kannibalismus im Neolithikum vor etwa 7.000 Jahren eine wiederkehrende Praxis war. Die Überreste weisen Markierungen auf, die auf kollektive Gewalt und mögliches rituelles Verhalten hindeuten.
Die Forscher identifizierten klare Anzeichen für die Verarbeitung der Körper, einschließlich Enthäutung, absichtlicher Knochenbrüche und Entfernung des Knochenmarks. Die Hinweise deuten darauf hin, dass diese Praktiken keine isolierten Ereignisse waren, sondern Teil eines wiederkehrenden Musters in der neolithischen Gemeinschaft, die in der Region lebte.
Die Analysen zeigten auch, dass einige Schädel zu Behältern umgewandelt wurden, möglicherweise für rituellen Gebrauch. Diese Entdeckung wirft neues Licht auf die kulturellen und sozialen Praktiken der ersten landwirtschaftlichen Gemeinschaften der Iberischen Halbinsel.
Die Studie stellt einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis des menschlichen Verhaltens in der Prähistorie dar und enthüllt bisher unbekannte Aspekte der Gewalt und der Bestattungsrituale im frühen Neolithikum in der Region Granada.




