Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz bei der Recherche, dem Vergleich und der Kaufentscheidung schafft eine neue Wettbewerbsfront für Marken, die nun nicht mehr nur um die Aufmerksamkeit der Verbraucher konkurrieren, sondern auch um die Empfehlungen von KI-Systemen. Dieses Thema wird am 16. September in Lissabon bei einer Sitzung des Sonderausschusses Marken + Verbraucher der Centromarca – Portugiesischer Verband der Markenproduktunternehmen diskutiert, die dem Thema „Wenn Maschinen für uns auswählen. Der nächste Markenkrieg" gewidmet ist.
Laut Pedro Pimentel, Generaldirektor der Centromarca, könnte die KI, wenn sie künftig entscheidet, welche Marken in die dem Verbraucher präsentierte Auswahl aufgenommen werden, das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein in dieser Empfehlung zu einer neuen Wettbewerbsgrenze werden. Die Transformation wird von Nuno Basto von der Incubeta Portugal in einer Sitzung mit dem Titel „Von der Aufmerksamkeitsökonomie zur Empfehlungsökonomie" behandelt.
Laut Incubeta ist der Traffic von KI-Systemen zu Einkaufswebsites im Vergleich zum Vorjahr um 393% gestiegen, mit Konversionsraten, die 42% höher sind als beim traditionellen digitalen Traffic. Etwa 80% der Suchanfragen zeigen bereits KI-generierte Antworten, und 81% der Marketingfachleute geben zu, keine klare Strategie für die Interpretation von KI-bezogenen Metriken zu haben.
Die Sitzung wird Beiträge von Bruno Gouveia von Care to Beauty über Produkte und Inhalte für KI-Agenten, Madalena Bettencourt von der Selbstregulierung der Werbung über Ethik und Transparenz in der „Agenten-Ära" sowie Vera Santos und Eugeniu Litvinenco umfassen, die Lösungen für die Transformation der Marken präsentieren werden. Die 1994 gegründete Centromarca vereint mehr als 60 Mitglieder, die für mehr als tausend Marken verantwortlich sind, mit einem Umsatz von über 7,5 Milliarden Euro.




