Die Ergebnisse des PISA-Bewertungsprogramms 2025 zeigen einen weit verbreiteten Rückgang der Kompetenzen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften in den OECD-Ländern und darüber hinaus, wobei Lesen als der kritischste Bereich gilt, mit einem Rückgang von 28 Punkten in den OECD-Ländern zwischen 2015 und 2025. Der Direktor des ifo Zentrums für Bildungsökonomie, Ludger Woessmann, warnt, dass der Verlust grundlegender Kompetenzen einen durchschnittlichen Einkommensverlust von 3% bis 4% auf lange Sicht bedeutet, der im Vergleich zu den Werten vor der Pandemie 9-10% erreichen kann, mit makroökonomischen Auswirkungen in Milliardenhöhe. Mathias Cormann, Generalsekretär der OECD, betont, dass mittlerweile mehr als jeder vierte OECD-Schüler in allen drei bewerteten Fächern schwache Leistungen zeigt, und dass übermäßige Digitalisierung und der Rückgang des Lesens zum Vergnügen contributory factors sind. Der Bericht warnt auch vor dem übermäßigen Einsatz digitaler Geräte in Klassenzimmern und befürwortet eine moderate Nutzung digitaler Werkzeuge und künstlicher Intelligenz beim Lernen.
Jornal Económico08.09.26, 15:34