Die Ergebnisse des PISA-Bewertungsprogramms 2025, das mehr als 760.000 Schüler aus 91 Ländern und Volkswirtschaften bewertete, zeigen einen weit verbreiteten Rückgang der Kompetenzen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften in einem Großteil der europäischen Länder und der OECD. Lesen erweist sich als der kritischste Bereich, wobei die Punktzahlen in den OECD-Ländern um 28 Punkte und bei den Nicht-OECD-Teilnehmern um 16 Punkte zwischen 2015 und 2025 gesunken sind. Mathias Cormann, Generalsekretär der OECD, betont, dass Lesekompetenzen unerlässlich sind, um Informationen in einer zunehmend digitalen Welt zu finden, zu bewerten, zu interpretieren und darüber nachzudenken.
Ludger Woessmann, Direktor des ifo Zentrums für Bildungsökonomie in München, warnt vor den wirtschaftlichen Folgen einer unbefriedigenden PISA-Leistung. Die grundlegenden Kompetenzen der Bevölkerung sind entscheidend für die wirtschaftliche Produktivität, das individuelle Einkommen und das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Der Rückgang der Leistungen in Mathematik und Lesen seit der letzten Studie, die 2022 durchgeführt wurde, entspricht einem durchschnittlichen Einkommensverlust von 3% bis 4% auf lange Sicht. Im Vergleich zu den Werten vor der COVID-19-Pandemie, die 2018 erfasst wurden, liegt dieser Wert bei 9% bis 10%. Aus makroökonomischer Sicht erleidet die deutsche Wirtschaft Verluste in Billionenhöhe.
Die Forscher lehnen es ab, den Schwerpunkt der Verantwortung auf die Covid-19-Pandemie zu legen, und erinnern daran, dass in vielen Ländern die schlechten Leistungen bereits vorher bestanden. Beim Lesen fallen die schwächsten Ergebnisse mit der zunehmenden Digitalisierung, der




