Die schwedische Regierung hat die Streitkräfte ermächtigt, einen Kaufvertrag für das HIMARS-Raketensystem mit dem amerikanischen Unternehmen Lockheed Martin abzuschließen. Der Wert des Abkommens beläuft sich auf etwa 7 Milliarden schwedische Kronen, was fast 630 Millionen Euro entspricht.
Das HIMARS-System ist ein Mehrfachraketenwerfer, der Präzisionsangriffe auf große Entfernungen ermöglicht und ist im Kontext des Krieges in der Ukraine zu einem relevanten militärischen Gerät geworden. Schweden schließt sich damit verschiedenen NATO-Ländern an, die dieses System bereits in ihren Streitkräften einsetzen.
Neben dem Vertrag mit Lockheed Martin unterzeichnete Schweden auch eine parallele Vereinbarung mit Finnland für den gemeinsamen Betrieb der Raketenartillerie. Diese militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden nordischen Ländern zielt darauf ab, die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit in der nordischen und baltischen Region zu stärken.
Die Beschaffung erfolgt im Rahmen der Stärkung der schwedischen militärischen Fähigkeiten und der Erhöhung der Verteidigungsausgaben in Europa, die durch die Verschlechterung des Sicherheitsumfelds infolge der russischen Invasion der Ukraine vorangetrieben wird.




