Die Verwendung von Verhütungsmitteln, insbesondere von Kondomen, nimmt laut Experten, die in einem Meinungsartikel der Krankenschwester Sofia Bernardino zitiert werden, unter jungen Menschen ab. Mitgliederin der Vereinigung der Gesundheitsfachkräfte von Alto Tâmega e Barroso. Dieses Aufgeben sicherer Praktiken stellt einen besorgniserregenden Trend dar, der das Risiko von sexuell übertragbaren Infektionen erhöht.
Der Artikel warnt, dass Methoden wie die Pille, die Spirale, das subkutane Implantat oder das Verhütungspflaster, obwohl hocheffektiv bei der Schwangerschaftsverhütung, nicht vor Krankheiten wie Chlamydien, Gonorrhoe, Syphilis, HIV oder HPV schützen. Nur das männliche und das weibliche Kondom bieten bei korrekter Anwendung simultanen Schutz vor Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten. Sexuell übertragbare Krankheiten sind nach wie vor sehr präsent und können schwerwiegende Komplikationen wie Unfruchtbarkeit, Krebs oder chronische Infektionen verursachen, und viele zeigen in den frühen Stadien keine offensichtlichen Symptome.
Es werden mehrere Faktoren für diesen Trend identifiziert: HIV wird aufgrund der Fortschritte in der Behandlung nicht mehr als Todesurteil wahrgenommen, das Vorhandensein hocheffektiver Verhütungsmethoden führt dazu, dass manche junge Menschen das Kondom als überflüssig betrachten, und der Einfluss sozialer Medien, Fehlinformationen und die geringere Häufigkeit umfassender Sexualaufklärungsprogramme tragen zu riskantem Verhalten bei.
Die Autorin vertritt die Ansicht, dass die Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten nicht nur von der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln abhängt, sondern auch von den verfügbaren Informationen und der Fähigkeit, bewusste Entscheidungen zu treffen. Gesundheitsfachkräfte empfehlen den sogenannten „Doppelschutz", der eine wirksame Methode gegen Schwangerschaft mit dem Kondom kombiniert. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass der Anstieg der sexuell übertragbaren Krankheiten Auswirkungen auf Gesundheitssysteme und medizinische Kosten hat und dass die Wiedergewinnung der Wertschätzung des Kondoms sowie die Förderung einer Präventionskultur dringende Herausforderungen darstellen, wobei betont wird, dass Safer Sex ein Zeichen von Verantwortung und gegenseitigem Respekt ist.




