Die Gewerkschaft der Ärzte des Nordens warnte, dass mehrere öffentliche Krankenhäuser die Ärzte zur Erledigung administrativer Aufgaben der Kodierung der Diagnosen zwingen, hauptsächlich für Finanzierungszwecke, wodurch ihnen Zeit für die Behandlung von Patienten entzogen wird. Diese Situation ereignet sich in SNS-Krankenhäusern in Braga, Bragança, Gaia, Feira, Matosinhos, Porto und Viana do Castelo, sowohl in den Notfallambulanzen als auch in den Sprechstunden.
Die Gewerkschaft betonte, dass es in einem SNS, in dem Ärzte fehlen und Patienten stundenlang in der Notaufnahme und monatelang auf einen Termin warten, unverständlich ist, dass den Ärzten Zeit für administrative Kodierungsaufgaben entzogen wird. Die SMN warnte, dass eine Diagnose nicht nach ihrem Geldwert gewählt werden kann und dass kein Arzt unter Druck gesetzt werden darf, eine Diagnose ohne klinische Begründung zuzuweisen, zu ändern oder zu spezifizieren, um administrative oder finanzielle Ziele zu erfüllen.
Gemäß einem Rechtsgutachten der SMN geht es um eine Verordnung über das Finanzierungsmodell der lokalen Gesundheitseinheiten, die Mittel entsprechend dem Grad der Morbidität und Komplexität der Bevölkerung erhalten, die sie betreuen. Unspezifische Diagnosecodes wie R69 erzeugen keine "Komplexität" und generieren folglich nicht so viel Finanzierung für das Krankenhaus, daher ist die Motivation hauptsächlich finanziell und managementbedingt.
Angesichts dieser Situation empfahl die SMN den Ärzten, die Sorgfalt ihrer klinischen Aufzeichnungen beizubehalten und bei Auferlegung dieser Aufgaben zu verlangen, dass die Anweisung schriftlich erfolgt. Die Gewerkschaft erinnerte daran, dass jeder Druck zur Änderung von Diagnosen ohne klinische Begründung gemeldet werden muss.




