Die Ergebnisse des PISA 2025, die von der OECD veröffentlicht wurden, zeigen, dass portugiesische Schüler in Mathematik und Leseverständnis schlechter abschneiden als vor 20 Jahren und damit die in den letzten Jahrzehnten erzielten Fortschritte zunichte gemacht haben. An dieser Bewertung nahmen 6.945 portugiesische Schüler teil, von insgesamt 760.000 Schülern weltweit. In Mathematik lag der Durchschnitt bei 460 Punkten, dem niedrigsten Wert seit Beginn der portugiesischen Teilnahme an der Studie. Im Leseverständnis lag der Durchschnitt bei 462 Punkten, ebenfalls dem schlechtesten Ergebnis aller Zeiten. In Naturwissenschaften betrug der Durchschnitt 482 Punkte, unter dem OECD-Durchschnitt von 484 Punkten.
Die COVID-19-Pandemie wird als eine der Ursachen für diese Verschlechterung angeführt, doch die OECD betont, dass die Leistungen bereits vor der Gesundheitskrise zurückgingen, was auf das Bestehen struktureller Probleme im Bildungssystem hindeutet. Zwischen 2015 und 2025 sank der Durchschnitt der portugiesischen Schüler im Leseverständnis um 36 Punkte, und der Anteil der Schüler mit niedrigen Leistungen stieg in Mathematik und Leseverständnis um 11 Prozentpunkte. Die Kluft zwischen Schülern mit besseren und schlechteren Noten vergrößerte sich auch in den Naturwissenschaften.
Die Studie zeigt außerdem, dass 11 % der portugiesischen Schüler aus sozioökonomisch weniger günstigen Verhältnissen zu den 25 % mit den besten Leistungen in Naturwissenschaften gehören und als „akademisch resilient" gelten. Was die Einstellung zur Schule betrifft, so geben 77 % der Schüler an, an verschiedenen Themen interessiert zu sein, und 20 % betrachten die Schule als Zeitverschwendung. Bezüglich der Technologienutzung geben 31 % der Schüler an, dass Mitschüler während des Naturwissenschaftsunterrichts häufig durch digitale Werkzeuge abgelenkt werden, und 48 % nutzen mindestens einmal pro Woche KI-Chatbots zur Unterstützung des Lernens.




