Die Historikerin Larissa Rosa Corrêa, Professorin am Fachbereich Geschichte der PUC-Rio, veröffentlicht an diesem Dienstag (8.) um 19 Uhr in der Janela Livraria de Laranjeiras in Rio de Janeiro das Buch „Trabalho como missão" (FGV Editora). Das Werk erzählt die Geschichte der Arbeiterpriesterbewegung zwischen den 1940er und 1979 Jahren neu und analysiert, wie die Religion die Mobilisierung der Arbeiter in Brasilien und Europa beeinflusste.
Das Konzept des Arbeiterpriesters entstand im Nachkriegseuropa als Reaktion auf die massive Entfremdung der städtischen Arbeiterklasse von der Kirche. Priester wie der Franzose Jacques Loew vertraten die Ansicht, dass es nicht genügte, das Arbeitermilieu von außen zu beobachten: Es war notwendig, in die Routine der Arbeiter einzutauchen, den Fabrikboden mit ihnen zu teilen und von seinem eigenen Gehalt zu leben.
Im Buch zeigt Larissa Corrêa, wie die Bewegung den Atlantik in Richtung Afrika, Asien und Lateinamerika überquerte. Als sie in Brasilien ankamen, brachten diese Geistlichen ein starkes antikoloniales Bewusstsein mit.
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