Die Arktis steht aufgrund steigender Temperaturen vor tiefgreifenden Veränderungen, was auch das Auftreten neuer Flusssysteme einschließt. Wissenschaftler der Simon Fraser University und der University of British Columbia in Kanada analysierten den Wasserabfluss der Flüsse in der Hohen Arktis Kanadas, als sie auf Daten stießen, die nach den bestehenden Theorien keinen Sinn ergaben.
Die Forscher gingen von einer etablierten Prämisse aus: Der dauerhaft gefrorene Boden, bekannt als Permafrost, wirkt als Barriere, die die Erosion bremst. Die Überzeugung war, dass das Eis im Inneren des Bodens wie ein natürlicher Klebstoff funktioniert, der die Sedimente an Ort und Stelle hält und die Auswirkungen des fließenden Wassers begrenzt.
Die analysierten Aufzeichnungen widersprachen jedoch dieser Theorie und ließen die Wissenschaftler perplex zurück. Das Team sah sich mit Daten konfrontiert, die darauf hindeuteten, dass die arktischen Flüsse auf unerwartete Weise erodierten und das verletzten, was als grundlegende Regeln der fluvialen Erosion in der eisigen Umgebung der Arktis galt.




