Lehrermangel wiegt schwerer an der Algarve, in Lissabon und Setúbal
Eine Woche vor Schulbeginn in Portugal sind mehr als zweitausend Stellen in portugiesischen Schulen noch nicht besetzt, wobei die Regionen Algarve, Lissabon und Setúbal am stärksten vom Lehrermangel betroffen sind. Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Innovation, Fernando Alexandre, versicherte, dass Lehrkräfte verfügbar sind, um den Bedarf zu decken, und dass eine genauere Bilanz nach dem für Ende der Woche geplanten Einstellungswettbewerb möglich sein wird.
Fernando Alexandre, der am Rande der Vorstellung einer Studie über berufliche Hochschulkurse am Thalia-Theater in Lissabon sprach, zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich der Reaktionsfähigkeit des Systems und betonte, dass die noch verfügbare Lehrkräftekapazität den Bedarf decken werde. Der Minister kündigte außerdem an, dass ab dem 18. September die Einstellungen von Lehrern täglich erfolgen werden, wodurch die Zeit verkürzt wird, in der die Schüler ohne Lehrer dastehen.
Die Nationale Bildungsföderation forderte vom Ministerium Aufklärung über die Anzahl der fehlenden Lehrkräfte und forderte Maßnahmen zur Förderung der Bindung von Lehrern in den am stärksten benachteiligten Regionen. Als Antwort hob der Minister mehrere bereits eingeführte Initiativen hervor, darunter die Zahlung von 20 Millionen Euro an Überstundenvergütungen, die Übernahme von Studiengebühren für Studierende, die in Bildungsstudiengängen eingeschrieben sind, die Professionalisierung von Lehrern nur mit rechtlicher Qualifikation sowie Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs.
Der Minister erkannte an, dass der Lehrermangel mit der niedrigen Abschlussrate der Sekundarschule in diesen Regionen zusammenhängt, laut Daten der Stiftung Fundação Francisco Manuel dos Santos, und verteidigte die Notwendigkeit gezielter Politikmaßnahmen der Regierung, wie die spezielle Anfahrtunterstützung für in die Algarve, Lissabon und Setúbal versetzte Lehrer, wo das Wohnen teurer ist.




