Luís Neves kam als eine der einvernehmlichsten Entscheidungen der Regierungsumbildung vom Februar in die Regierung, nach einer Karriere bei der Polícia Judiciária, die ihm Anerkennung sowohl von links als auch von rechts einbrachte. Seine Ernennung wurde von Montenegro als gewichtige Wahl für das Regierungsteam gelobt.
Sechs Monate später wurde Luís Neves zu einem der Hauptziele der Partei Chega, die seine ministerielle Arbeit heftig kritisiert hat. Die politische Spannung um den Minister hat sich in den letzten Wochen erheblich verschärft.
An diesem Dienstag steht Luís Neves vor einem doppelten Parlamentsmarathon. Zunächst wird er im Verfassungsausschuss gehört, wo er Fragen der Abgeordneten beantworten muss. Anschließend wird er der Debatte im Plenum über den Misstrauensantrag beiwohnen, den André Ventura, der Führer von Chega, gegen seine Regierungsarbeit eingebracht hat.



