Der Artikel befasst sich mit einer improvisierten Lösung, die in verschiedenen Ländern während extremer Hitzephasen zunehmend angewendet wird: Aluminiumfolie an die Fenster kleben. Dieser Trick dient zwei Hauptzwecken. Erstens erzeugt die Aluminiumfolie eine nahezu sofortige Verdunkelung, indem sie das natürliche Licht blockiert, was in Schlafzimmern, in denen man tagsüber schlafen möchte, oder in Räumen ohne Jalousien oder Vorhänge nützlich sein kann. Die britische Organisation Which? bestätigt, dass diese Lösung "das gesamte natürliche Licht vollständig blockiert".
Zusätzlich zur Lichtblockierung funktioniert die Aluminiumfolie auch als reflektierende Barriere gegen Sonnenstrahlung. Wenn sie an der Außenseite des Fensters angebracht wird, reflektiert das Material einen Teil der Sonnenenergie, bevor diese das Glas durchdringt, und verhindert so, dass Wärme in den Raum gelangt. Diese Lösung wird vom Lawrence Berkeley National Laboratory anerkannt, einem Labor, das dem US-Energieministerium angegliedert ist und sie in einem Leitfaden zu kostengünstigen Methoden zum Schutz von Fenstern während extremer Hitzewellen aufführt.
Die Anwendung dieser Methode hat während Hitzewellen zunehmend an Sichtbarkeit gewonnen. Die argentinische Zeitung El Cronista bemerkte, dass "immer mehr Menschen" die Scheiben im Sommer mit diesem Material abdeckten. In Städten wie Paris, wo die Thermometer über 40 Grad überschritten, waren mehrere Fenster mit reflektierenden Oberflächen zu sehen. Der französische Architekt Vincent Parasie erklärte gegenüber La Vanguardia, dass das Material als "Wärmespiegel" fungiert, wenn es auf der Außenseite des Fensters angebracht wird.
Which? empfiehlt, die reflektierende Barriere vorzugsweise an der Außenseite des Fensters anzubringen, um maximale Wirksamkeit zu erzielen. Die Organisation warnt außerdem, dass die unsachgemäße Anwendung von reflektierenden Materialien im Inneren bestimmter Fensterscheiben Wärmespannung verursachen und das Risiko von Rissbildung erhöhen kann, insbesondere bei Doppelverglasung, Scheiben mit Low-E-Beschichtungen oder Oberflächen mit speziellen Behandlungen. In diesen Fällen ist es ratsam, die Kompatibilität mit der vorhandenen Glasart zu überprüfen, bevor eine dauerhafte Lösung angebracht wird.




