Die Karriereberaterin Elena Lucas warnt davor, dass die Antwort „ich lerne schnell" in einem Vorstellungsgespräch, wenn man auf fehlende Erfahrung angesprochen wird, zu generisch und wenig überzeugend ist. Stattdessen vertritt sie die Ansicht, dass der Kandidat vermeiden sollte, in Panik zu geraten oder sich für fehlende Erfahrung zu entschuldigen.
Der erste Schritt besteht darin, übertragbare Fähigkeiten zu identifizieren, die aus anderen Kontexten erworben wurden, wie Praktika, Studium, Projekte oder Aktivitäten. Zum Beispiel kann jemand ohne Erfahrung in einer Marketingagentur über Organisations-, Führungs- oder Team- und Budgetmanagementfähigkeiten verfügen, die in universitären Aktivitäten entwickelt wurden.
Der zweite Schritt ist der Nachweis mit konkreten Beispielen, dass man in der Vergangenheit bereits schnell gelernt hat, indem man auf Situationen aus Praktika, akademischen Arbeiten, Freiwilligenarbeit oder persönlichen Projekten zurückgreift. Der Unterschied liegt darin, ein vages Versprechen gegen einen echten Nachweis der Anpassungsfähigkeit einzutauschen.
Das dritte Element besteht darin, zu demonstrieren, dass der Kandidat das Unternehmen recherchiert hat und in der Lage ist, seine Fähigkeiten mit den spezifischen Bedürfnissen der Organisation in Verbindung zu bringen. Damit verwandelt sich die Antwort von „ich habe keine Erfahrung, aber…" in „ich habe keine spezifische Erfahrung, aber ich verfüge über diese Fähigkeiten und weiß, wie sie hier nützlich sein können".




