Der Student Kauê Matos, 19 Jahre alt, wurde aus Portugal abgeschoben und sieht sich nun der Möglichkeit gegenüber, durch eine gerichtliche Entscheidung in das Land zurückzukehren. Das portugiesische Gericht wird seine Rückkehr gewährleisten und ihm ermöglichen, seine unterbrochenen Studien wieder aufzunehmen.
Kauês Familie zeigt jedoch tiefe Angst vor Vergeltungsmaßnahmen seitens der Behörden. Diese Furcht hält den jungen Mann in Brasilien fest, kurz vor Beginn des Schuljahres, und hindert ihn daran, die zu seinen Gunsten ergangene Gerichtsentscheidung zu nutzen.
Das Trauma infolge der Abschiebeerfahrung lastet schwer auf der Entscheidung des jungen Mannes. Trotz der rechtlich offenen Möglichkeit, nach Portugal zurückzukehren, zögert Kauê weiterhin, den Atlantik erneut zu überqueren.
Der Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen junge Einwanderer im portugiesischen Migrationssystem konfrontiert sind, wo selbst eine günstige Gerichtsentscheidung nicht ausreicht, um denen Ruhe zu garantieren, die traumatische Abschiebeerfahrungen gemacht haben.




