Die Euribor-Sätze für sechs und zwölf Monate stiegen am Montag auf neue Höchststände seit November bzw. August 2024, während der Dreimonatssatz sank. Der Sechsmonats-Euribor lag bei 2,797%, 0,003 Punkte mehr als am Freitag, und der Zwölfmonatssatz erreichte 3,116%, 0,008 Punkte mehr. Der Dreimonatssatz ging auf 2,669% zurück, 0,010 Punkte weniger. Daten der Banco de Portugal zeigen, dass der Sechsmonats-Euribor in Portugal am häufigsten bei Wohnungsbaukrediten mit variablem Zinssatz verwendet wird und 39,87% des Bestands an Krediten für den ständigen Wohnsitz ausmacht.
Die nächste geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank findet diese Woche am 9. und 10. September in Berlin statt, und der Markt rechnet mit einer Anhebung aller drei Leitzinsen um einen Viertelprozentpunkt. Im August stieg der monatliche Durchschnitt des Euribor in allen drei Laufzeiten, mit größerer Intensität als im Juli und ausgeprägter bei der längsten Laufzeit. Auf der Sitzung am 11. Juni hatte die EZB die Leitzinsen zum ersten Mal seit September 2023 um 0,25 Prozentpunkte angehoben, nachdem sie sie im April auf der siebten aufeinanderfolgenden Sitzung unverändert gelassen hatte.
Die Euribor-Sätze werden als Durchschnitt der Zinssätze ermittelt, zu denen eine Gruppe von 21 Banken der Eurozone bereit ist, sich untereinander Geld am Interbankenmarkt zu leihen.




