Die Ärztegewerkschaft der Südzone (SMZS-FNAM) hat angeprangert, dass nur eine Hämatologin den Dienst in Algarve und Baixo Alentejo sicherstellt, die im Rahmen einer Dienstleistungserbringung ohne Arbeitsvertrag arbeitet und einer Arbeitsüberlastung ausgesetzt ist. Die Gewerkschaft kritisierte ferner das Fehlen von karenzierten Stellen für Hämatologie in den Ausschreibungen 2025 und 2026, die für Gebiete mit größerer Rekrutierungsschwierigkeit bestimmt sind.
Die ULS Algarve reagierte über ihren Präsidenten und bezeichnete die Behauptung der Gewerkschaft als „absolut falsch". Dem Verantwortlichen zufolge gibt es vier Hämatologen in der Region, die Dienstleistungen erbringen, eine davon ist derzeit wegen Schwangerschaft abwesend. Der Präsident erklärte, dass die Stellen für ärztliche Ausschreibungen zentral entschieden werden, nicht von der ULS.
Im Juli hat die Regierung zwei Stellen für Hämatologie für Algarve ausgeschrieben, keine davon als karenziert eingestuft. Zwei Ärztinnen, die Dienstleistungen erbringen, bewarben sich um diese Stellen, was ihre Vertragsbindung in Kürze ermöglichen könnte. Die ULS Algarve beantragte außerdem beim Gesundheitsministerium die Übertragung von zwei karenzierten Stellen anderer Fachrichtungen auf Hämatologie.
Die ULS Baixo Alentejo bestätigte, dass das Krankenhaus von Beja nur die aus Algarve kommende Hämatologin hat und verhandelt über mehr Sprechstundenzeiten. Die ULS Alentejo Central hingegen erklärte, dass das Krankenhaus von Évora nicht von nur einer Fachärztin abhängt und seit März 2026 eine ergänzende Lösung mit drei Hämatologen implementiert hat, die zweimal monatlich in die Einrichtung kommen.




