Der Europäische Auswärtige Dienst unter der Führung der Hohen Vertreterin Kaja Kallas beschloss, eine neue hochrangige beratende Gruppe für Verteidigung nur wenige Tage nach ihrer öffentlichen Ankündigung abzusagen. Die Entscheidung wurde nach dem Widerspruch durch die Mitgliedstaaten der Europäischen Union getroffen.
Die Gruppe, die noch nicht formal konstituiert worden war, löste sofort Vorbehalte unter den Regierungen der Mitgliedsländer aus, die ihre Notwendigkeit und ihre Rolle angesichts der bereits bestehenden Verteidigungsstrukturen in der EU in Frage stellten.
Die plötzliche Absage stellt einen Rückschlag für Kaja Kallas dar, die die Initiative als Teil der Bemühungen zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit im aktuellen geopolitischen Kontext präsentiert hatte.
Dieser Vorfall zeigt die Schwierigkeiten bei der Durchsetzung neuer Verteidigungsinitiativen auf EU-Ebene, wo jedes Projekt in diesem Bereich einen breiten Konsens unter den siebenundzwanzig Mitgliedstaaten erfordert.




