Der Artikel von António Covas, veröffentlicht im Observador, analysiert den aktuellen Zustand der europäischen Politik jenseits der Staats politik. Der Autor argumentiert, dass die raumzeitliche Architektur Europas durch eine Pluralität und Heterochronie gekennzeichnet ist, die eine dringende Reflexion über das politische Rahmenwerk der Zukunft erfordert. Er vertritt die Ansicht, dass eine Repolitisierung der Zukunft notwendig ist, um Stabilität, Vertrauen und Dialog zwischen den europäischen Partnern zu schaffen, und betont, dass die Kommunikationslinie der repräsentativen Demokratie horizontaler und zirkulärer sein sollte als vertikal.
Der Autor identifiziert eine tiefgreifende Transformation in der europäischen Politik, bei der die Kunst der Rhetorik und das Verfahren die Stelle des genuinen politischen Diskurses eingenommen haben und die Verwaltung von Interessen und Lobbies die politische Governance ersetzt hat. Er führt das Konzept des „4. Sektors" ein, um ein umfangreiches Spektrum von Bereichen im paradigmatischen Übergang zu bezeichnen, einschließlich des 3. Sektors, der sozialen Solidarität, der Umwelt, der Kreislaufwirtschaft, der Entwicklungszusammenarbeit, der Bildung, der wissenschaftlichen und technologischen Forschung sowie des kulturellen und kreativen Sektors, die durch kollaborative technologische Plattformen gestärkt werden sollen.
Covas warnt vor dem Risiko des Aufstiegs des Autoritarismus als Antwort auf die Kontingenz, was eine Konfrontation zwischen liberalen und illiberalen Demokratien schafft. Er vertritt die Ansicht, dass in der Wissens- und Kulturgesellschaft das Wissen ebenso viel zählen wird wie die Macht, was Gemeinschaften der Selbstverwaltung ermöglicht und einen überlasteten Staat entlastet. Er warnt jedoch, dass die größere europäische Interdependenz auch eine größere interne Kontingenz mit sich bringt, was Konsequenzen für die politische Entscheidungsfindung im Außenbereich hat.
Der Autor schließt, dass der Kampf gegen die großen globalen Risiken und die Bildung von Risikogemeinschaften die beste Quelle der politischen Wiederlegitimation der Europäischen Union darstellen könnten. Er fragt jedoch, ob es




