Die Journalistin und Schriftstellerin Tina Correia hat gerade ihren zweiten Roman „Fidiguido" veröffentlicht, der die Mündlichkeit der Folklore, der Cordel-Poesie und der regionalen Populärmusik des Nordostens würdigt. Der Titel des Buches ist eine Verballhornung von „Sohn von Guido" und stammt von einem Neffen Tinas, der dieses Wort verwendete.
Die Inspiration für das Werk stammte von Geschichten, die Tina während ihrer Kindheit und Jugend in Aracaju erlebte und vor allem hörte. Unter diesen Geschichten befindet sich die einer klatschsüchtigen Tante, die in den 1950er Jahren nachts im Müll der Nachbarn wühlte, um herauszufinden, ob diese „Venushemden" benutzten — damals wurde das Kondom als „Sache von Prostituierten" angesehen.
In dem Roman webt Tina das Geflecht von Beziehungen der Bewohner einer kleinen Stadt im Nordosten, die durch das Verschwinden des Jungen mit dem schiefen Fuß mobilisiert wird. Der Vater des Kindes ist Guido, der als berühmteste Seemann jener Küste und zentrale Figur der fiktiven Welt der Autorin beschrieben wird.




