Neue KI-Gesetzgebung „schafft Vertrauen für diejenigen, die Daten in der Europäischen Union hinterlegen"Foto von wildercr auf Pexels
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Neue KI-Gesetzgebung „schafft Vertrauen für diejenigen, die Daten in der Europäischen Union hinterlegen"

Jornal Económico7. September 2026 um 07:00

Ricardo Teixeira, Gründer von CompuWorks seit 2002 und Experte mit rund 30 Jahren Karriere, die bei Microsoft begann, analysiert in einem Interview die EU-KI-Verordnung (AI Act), die im August genehmigt wurde. Die Verordnung schafft einen rechtlichen Rahmen, der KI-Systeme in vier Risikokategorien einteilt: inakzeptables Risiko (verbotene Systeme wie soziale Bewertung), hohes Risiko (Anwendungen in sensiblen Bereichen wie Gesundheit und Bildung), begrenztes Risiko (mit Transparenzpflichten wie Kennzeichnung von Deepfakes) und minimales Risiko (gängige Anwendungen). Bußgelder bei Nichteinhaltung können bis zu 35 Millionen Euro oder 7% des jährlichen weltweiten Umsatzes erreichen.

Teixeira erkennt an, dass die Europäische Union dazu neigt, zu stark zu regulieren, was Innovationen hemmen kann, verteidigt jedoch, dass der AI Act Vertrauen und Sicherheit für diejenigen schafft, die Daten in Europa hinterlegen, besonders in einem Kontext, in dem die Datensouveränität immer relevanter wird, wenn diese US-amerikanischer Gesetzgebung unterliegenden Rechenzentren übergeben werden. Der Experte verweist auf den jüngsten Fall von OpenAI, das Systeme zur Bewertung erstellte und andere Systeme angriff, als Beispiel dafür, wie die KI „ein Eigenleben entwickelt hat".

Der Interviewte warnt, dass Portugal sehr schlecht auf das Management der mit KI verbundenen Risiken vorbereitet ist, und hebt die geringe digitale Reife portugiesischer Unternehmen hervor, insbesondere bei KMU und Familienunternehmen, die sich laut ihm mehr um die Begleichung von Rechnungen als um technologische Sicherheit sorgen. Teixeira vertritt, dass strenge Kontrollen, permanente Überwachung, Management von Lieferantenrichtlinien und Schulungen der Nutzer implementiert werden müssen, erkennt jedoch an, dass es sehr schwierig ist, diese Fragen den Managern von KMU zu vermitteln.

Teixeira prognostiziert, dass die Welt, wie wir sie kennen, in fünf Jahren „brutal verändert" sein wird, und dass wir uns bereits in einer Phase von „KI gegen KI" befinden, in der Schutz- und Angriffssysteme künstliche Intelligenz nutzen. Obwohl er der Meinung ist, dass die Vereinigten Staaten bei der Innovation noch voraus sind, glaubt er, dass China schnell und beunruhigend an Boden gewinnt, und deutet an, dass sich die Führungsrolle bald ändern könnte.

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