Die australische Regierung wird dem Parlament in dieser Woche einen Gesetzentwurf vorlegen, der eine "digitale Sorgfaltspflicht" einführt und es den Nutzern sozialer Netzwerke ermöglicht, die Algorithmen zu deaktivieren, die Empfehlungen auf Basis ihrer individuellen Vorlieben personalisieren. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Aktivitäten großer Technologieunternehmen im Land einzuschränken.
Die Kommunikationsministerin Anika Wells erklärte gegenüber dem öffentlichen Sender ABC, dass viele Australier die Algorithmen wegen ihres Nutzens und Unterhaltungswerts schätzen, aber die Regierung der Ansicht ist, dass Technologie-Giganten die Option zu ihrer Deaktivierung anbieten und respektieren sollten. Ihr zufolge zielt die Absicht darauf ab, den Australiern mehr Möglichkeiten darüber zu geben, was in ihren Feeds erscheint.
Soziale Netzwerke stehen seit langem in der Kritik wegen der Verwendung angeblich suchterzeugender Algorithmen, die das Nutzererlebnis auf der Plattform basierend auf ihrem Verhalten und ihren Vorlieben formen. Der australische Vorschlag zielt darauf ab, den Nutzern eine größere Kontrolle über diesen algorithmischen Kuratierungsprozess zu bieten.




