Die Ratingagentur Fitch hat das Rating der portugiesischen Staatsverschuldung von A auf A+ angehoben und den Ausblick gleichzeitig von positiv auf stabil geändert. Dieser Anstieg, der ein Jahr nach der vorherigen Überprüfung erfolgte, spiegelt die Stärkung der öffentlichen Finanzen Portugals wider, einschließlich eines projizierten SchuldenabbauPFads und erheblich stärkerer Haushaltsüberschüsse im Vergleich zu seinen Vergleichsländern, die durch ein starkes politisches Engagement für Haushaltsdisziplin gestützt werden.
Fitch hat zudem seine Prognosen für das Wachstum des portugiesischen BIP nach oben korrigiert und erwartet nun eine Expansion von 2,1% in diesem Jahr und 1,9% in den Jahren 2027 und 2028. Die Agentur ist der Ansicht, dass die wirtschaftliche Dynamik weiterhin durch Konsum und Investitionen angetrieben wird, während die Schäden durch die Stürme zu Beginn des Jahres nur eine geringe Nettoauswirkung haben werden, da die Wiederaufbauarbeiten den Großteil der Verluste ausgleichen dürften.
Finanzminister Joaquim Miranda Sarmento klassifizierte den Anstieg als „einen weiteren großen Sieg Portugals" und betonte, dass er in einem von geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägten Umfeld erfolgt. Staatspräsident António José Seguro betrachtete die Entscheidung als „eine ausgezeichnete Nachricht" und als „eine wichtige externe Anerkennung der Leistung Portugals" und erklärte, dass sie die Bedeutung von Stabilität, Vorhersehbarkeit und Verantwortung bei der Führung des Landes bestätigt.
Mit dieser Überprüfung gleicht Portugal das von S&P vergebene Rating aus und gehört zu den zehn besten Ratings der Europäischen Union, wo sich Länder wie Deutschland, Dänemark, Luxemburg, die Niederlande und Schweden befinden. In der Eurozone haben nur sechs Länder ein höheres Rating als Portugal.




