Die Freiheit der Meinung schützt die Schlussfolgerungen, aber niemals die Prämissen. Dies ist die zentrale These, die in dem Artikel verteidigt wird und eine grundlegende Unterscheidung zwischen dem, was frei gesagt werden kann, und dem, was nicht erfunden werden darf, etabliert.
Der Artikel erklärt, dass jede Person das Recht hat, prorussisch, putinistisch, kommunistisch, illiberal zu sein oder eine beliebige Position einzunehmen, die sie für richtig hält, und diese öffentlich äußern kann, ohne irgendjemandem gegenüber Rechenschaft ablegen zu müssen. Diese Freiheit der Schlussfolgerung ist geschützt.
Jedoch vertritt der Artikel, dass das Recht, falsche Fakten oder Prämissen zu erfinden, niemals darin enthalten war. Das heißt, man kann keine falschen Fakten oder Prämissen schaffen, um ein Argument zu stützen.
Der Text kommt zu dem Schlluss, dass die Fakten nicht Eigentum desjenigen sind, der argumentiert, sondern das gemeinsame Terrain sind, auf dem der Streit über Argumente ausgetragen wird. Wer also die Prämissen fälscht, übt nicht Meinungsfreiheit aus, sondern manipuliert die eigentliche Grundlage der Debatte.




