Ein italienischer Meteorologe analysierte den tatsächlichen Einfluss des El-Niño-Phänomens auf den extrem heißen Sommer 2026 in Europa, der tausende Hitzerekorde brach. Dem Fachmann zufolge bildete sich El Niño zwar verspätet und entwickelte sich schrittweise, doch die wissenschaftliche Literatur zeigt, dass seine direkten Auswirkungen auf den europäischen Sommer statistisch schwach und kaum wahrnehmbar sind. In der Sommersaison wird die atmosphärische Zirkulation in europäischen Breitengraden durch regionale Dynamiken bestimmt, wie etwa die Atlantik-Oberflächentemperaturen, die Position des polaren Jetstreams und lokale Blockademuster. El Niño als direkte Ursache für die Überhitzung der Iberischen Halbinsel, der Po-Ebene oder der französischen Tiefebenen anzusehen, wäre ein Irrtum, auch wenn das Phänomen einen gewissen indirekten Einfluss auf das europäische Klima ausübt.
Meteored Portugal06.09.26, 13:03