Die portugiesische Regierung hat die Frist für den Abschluss des TAP-Privatisierungsprozesses bis zum 31. Dezember 2026 verlängert, durch die Resolution des Ministerrats Nr. 176-A/2026 vom 4. September. Die Entscheidung zielt darauf ab, eine zusätzliche Phase von Verhandlungen mit den beiden Kandidaten für den Kauf der Fluggesellschaft zu ermöglichen.
Die abschließenden Verhandlungen werden drei Wochen dauern und involveieren die Air France-KLM, französisch-niederländischen Ursprungs, und die deutsche Lufthansa, die am letzten Tag der Frist, dem 29. Juli, verbindliche Angebote eingereicht haben. Der Minister für die Präsidentschaft, Leitão Amaro, kündigte an, dass beide Angebote eine „sehr nah beieinander liegende Gesamtbewertung" aufweisen, was den Verhandlungsaufwand mit beiden Konkurrenten rechtfertigt, um „verbesserte Angebote" zu erhalten.
Der Privatisierungsprozess sieht den Verkauf von bis zu 49,9% des TAP-Kapitals vor, von denen 5% für die Arbeitnehmer reserviert sind. Parpública wird dafür verantwortlich sein, jeden Konkurrenten einzuladen, die Phase der abschließenden Verhandlung zu integrieren, und die Bedingungen sowie den Inhalt für die Vorlage der endgültigen und verbesserten Angebote festzulegen.
Die endgültige Entscheidung wird auch eine Reihe formaler Schritte erfordern, einschließlich der Genehmigung im Ministerrat und der Genehmigung durch die europäischen Wettbewerbsbehörden. Die endgültigen Angebote umfassen finanzielle und strategische Bedingungen für den Einstieg in das Kapital der Gesellschaft, wobei das geplante Investment, die Flottenentwicklung, der Fokus auf Bereiche wie Wartung und nachhaltige Treibstoffe sowie die Einhaltung der Arbeitsverpflichtungen bewertet werden.




