Das, was eine Person zum Frühstück isst, kann die Art und Weise beeinflussen, wie der Körper die Glukose bei der nächsten Mahlzeit reguliert. Dieses als „Zweite-Mahlzeit-Effekt" bekannte Phänomen war von Forschern bereits anerkannt worden, aber eine neue Studie der Vanderbilt University in den Vereinigten Staaten, die im April in der Zeitschrift Frontiers in Endocrinology veröffentlicht wurde, trägt dazu bei, seinen Mechanismus besser zu verstehen.
Die Studie identifizierte eine wichtige Rolle von Glukagon, einem Hormon, das zusammen mit Insulin an der Regulierung des Blutzuckers beteiligt ist. Den Forschern zufolge können die Glukagonspiegel am Morgen eine Art „metabolisches Gedächtnis" in der Leber hinterlassen, das ihre Reaktion auf die folgende Mahlzeit verändert.
Insulin und Glukagon haben entgegengesetzte Funktionen. Während Insulin hilft, Glukose aus dem Blut zu entfernen und ihre Speicherung fördert, wirkt Glukagon entgegengesetzt bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels.




