Wenige Monate vor dem Inkrafttreten der für Januar geplanten Steuerreform streiten große Fluggesellschaften mit dem wirtschaftspolitischen Team der Bundesregierung um das Recht, als regionale Luftfahrtunternehmen eingestuft zu werden. Das Ziel ist die Erlangung eines reduzierten Steuersatzes.
Die vom Nationalkongress verabschiedete Regelung sah eine differenzierte Behandlung ausschließlich für das Segment der regionalen Luftfahrt vor, mit der Begründung, Verbindungen zwischen Städten außerhalb der Metropolregionen in einem Land mit kontinentalen Ausmaßen wie Brasilien zu fördern. Allerdings streben große Fluggesellschaften eine breite Auslegung des Begriffs „regional" an, um ihre eigenen Operationen einzubeziehen.
Der Streit findet in einer Phase statt, in der sich die Luftfahrtbranche auf die steuerlichen Veränderungen vorbereitet, die Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. Die Einstufung als regionales Luftfahrtunternehmen könnte für die Unternehmen des Sektors eine erhebliche Einsparung bei den Betriebskosten bedeuten.




