Die spanische Regierung hat öffentlich ihr Misstrauen gegenüber der Untersuchung geäußert, die Marokko nach eigenen Angaben zu den Ursachen des massenhaften Migranteneinfalls in Ceuta durchführt. Nach Angaben aus dem Moncloa-Palast wird die Exekutive von Pedro Sánchez nur die in Spanien und in der Europäischen Union zu diesem Thema durchgeführten Untersuchungen anerkennen.
Auf die Mitteilung des marokkanischen Außenministeriums, dass es die Tatsachen untersuche, war die Antwort der spanischen Regierung eindeutig: Madrid hatte bereits eigene Ermittlungen eingeleitet. „Sie führen ihre Untersuchung durch, wir die unsere", sagten Regierungsquellen.
In den letzten Tagen ist das Misstrauen zwischen beiden Ländern gewachsen. Am vergangenen Donnerstag verschärfte Pedro Sánchez seine Position gegenüber Rabat im Kongress der Abgeordneten und warnte, dass er entschlossen vorgehen werde, wenn eindeutige Beweise für eine Verantwortung Marokkos an der Migrationskrise auftauchen.
Die spanische Exekutive vertritt die Ansicht, dass eine diplomatische Veränderung solchen Ausmaßes mit unvorhersehbaren Folgen vollständig belegt sein muss, bevor irgendwelche formellen Anschuldigungen erhoben werden.




