Die Schweizer Luxusuhrenindustrie steht vor erheblichen Herausforderungen, jüngere Verbraucher für sich zu gewinnen, wie die Bloomberg berichtet. Die Strategie, den Umsatzrückgang durch höhere Preise auszugleichen, hat Premium-Marken wie Rolex, Patek Philippe und Cartier begünstigt, während Hersteller und Zulieferer im mittleren Segment unter den Folgen dieses Ansatzes leiden.
Die Schweizer Uhrenexporte erreichten im vergangenen Jahr 14,6 Millionen Einheiten – ein deutlich geringeres Volumen als die 25,4 Millionen, die 2016 verzeichnet wurden. Dieser Rückgang der Exportmengen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter die geringere Markentreue der Jugend gegenüber traditionellen Marken, das Wachstum des Second-Hand-Marktes und die zunehmende Konkurrenz durch japanische und chinesische Hersteller.
Jean-Christophe Babin, Präsident der Geneva Watch Days und Vorsitzender von Bulgari, vertritt die Ansicht, dass die Branche zu stark auf technische Verbesserungen gesetzt hat, anstatt auf kühnere und innovativere Ideen. Der Verantwortliche warnt außerdem, dass die in China hergestellten Werke bereits Qualitätsniveaus erreicht haben, die mit denen Schweizer Zulieferer bei den gängigsten Komplikationen vergleichbar sind, was eine zusätzliche Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie darstellt.




