In Portugal bedeutet ein gültiger Führerschein nicht, dass ein Fahrer niemals erneut nachweisen muss, dass er fahrtauglich ist. Artikel 129 der Straßenverkehrsordnung sieht vor, dass die zuständige Behörde medizinische oder psychologische Untersuchungen, eine neue Fahrprüfung oder bestimmte Tests anordnen kann, wenn "begründete Zweifel" an der körperlichen, geistigen oder psychischen Eignung bestehen. Situationen wie das Fahren in entgegengesetzter Richtung auf einer Autobahn, Fahrerflucht nach einem Unfall oder wiederholtes Fahren unter Einfluss von Alkohol oder psychotropen Substanzen können dieses Verfahren auslösen. Die Vollzugsbehörden sind verpflichtet, Berichte zu erstellen, wenn sie Verhaltensweisen feststellen, die auf Fahruntüchtigkeit hindeuten. Gerichte können auch Bewertungen anordnen, wenn eine Straftat die Sicherheit gefährdet. Ärzte sind außerdem verpflichtet, jede Krankheit oder Störung, die das Fahren beeinträchtigen könnte, der Gesundheitsbehörde zu melden. Weigerung oder Nichtbestehen bei diesen Bewertungen führt gemäß Artikel 130 der Straßenverkehrsordnung zum Erlöschen des Führerscheins.
Postal do Algarve05.09.26, 20:20