Die Reorganisation des Onkologiedienstes am Krankenhaus Dr. José Maria Grande in Portalegre stößt auf starken Widerstand. Eine öffentliche Petition, die am 3. September gegen die Möglichkeit einer Reduzierung der Sprechstundenzeiten des Onkologen Rui Dinis gestartet wurde, hat bereits 2423 Unterschriften gesammelt. Die Initiative, die an den Verwaltungsrat der Unidade Local de Saúde do Alto Alentejo (ULSAALE) gerichtet ist, setzt sich für die Aufrechterhaltung der Betreuungskapazität der Patienten ein und fordert Transparenz und Dialog mit der Gemeinschaft.
Die Petitionäre warnen, dass eine eventuelle Reduzierung der Versorgungsleistungen zu einer Verlängerung der Wartezeiten, zum Verlust der Kontinuität für Patienten in laufender Behandlung und zum Risiko der Nichteinhaltung der garantierten maximalen Antwortzeiten führen könnte. Sie betonen auch, dass das Alto Alentejo eine Binnenregion ist, in der viele Patienten bereits erhebliche Anfahrtswege haben, weshalb jede Verringerung der lokalen Kapazität die Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung verschärft.
Die menschliche Dimension dieses Widerstands wird durch die Tatsache verdeutlicht, dass Rui Dinis seit etwa 16 Jahren in Portalegre tätig ist und enge Beziehungen zu Patienten und Familien aufgebaut hat. Die Frage hat den Kreis der Patienten überschritten und die politische Ebene erreicht, wobei die Sozialistische Partei auf Distriktebene Besorgnis geäußert und verschiedene Parteien die Angelegenheit in die Assembleia da República gebracht haben.
Angesichts des Widerstands wies die ULSAALE das Vorhandensein von Kürzungen zurück und erklärte, dass keine Reduzierung der Versorgungsleistungen geplant sei und dass Maßnahmen zur Stärkung des Dienstes im Gange seien, einschließlich spezialisierter personeller Ressourcen und infrastruktureller Verbesserungen. Die Initiatoren der Petition stellen vier Hauptforderungen: keine Reduzierung der Sprechstundenzeiten, Aufrechterhaltung und Stärkung der Reaktionsfähigkeit, Transparenz und Dialog mit der Gemeinschaft sowie eine begründete Antwort der Verwaltung innerhalb von 30 Tagen.




