Luciano Pampado Casquel, 68 Jahre alt, wurde nach fast 40 Jahren Flucht vor der brasilianischen Justiz in Paraguay gefunden. Er wird wegen seiner Beteiligung an einem Dreifachmord gesucht, der 1987 in São Manuel im Inneren von São Paulo stattfand, wie die Zivilpolizei mitteilte. In Paraguay lebte der Brasilianer unter dem falschen Namen Luciano Pereira Castelo.
Die Entdeckung seiner wahren Identität erfolgte nach einem Verkehrsvorfall, der am 28. August in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, im Viertel Mbocayaty registriert wurde. Während des Streits im Straßenverkehr richtete Luciano eine Pistole auf einen Lastwagenfahrer. Ein von einem Zeugen aufgenommenes Video dokumentierte den Moment der Drohung.
Nach der Veröffentlichung der Aufnahmen lokalisierte die paraguayische Polizei den Brasilianer in einem Haus in der Stadt Lambaré in der Metropolregion Asunción. Er übergab den Behörden zwei Pistolen, von denen eine bei der Drohung gegen den Lastwagenfahrer verwendet worden sein soll, wie die paraguayische Presse berichtete.
Luciano machte eine Aussage und wurde freigelassen, seine Migrationssituation in Paraguay bleibt jedoch unregelmäßig. Der Fall hat die Verhandlungen zwischen der brasilianischen und der paraguayischen Polizei über eine mögliche Auslieferung des Brasilianers wiederbelebt.




