Die Ratingagentur Fitch hat am Freitag das Staatsrating Portugals von „A" auf „A+" angehoben, mit stabilem Ausblick. Dies ist die vierte Heraufstufung der Kreditbewertung Portugals in zwei Jahren und stellt die höchste Stufe seit März 2011 dar, vor mehr als 15 Jahren. Das Finanzministerium unter der Leitung von Joaquim Miranda Sarmento bezeichnete die Entscheidung als „einen weiteren großen Sieg Portugals" und betonte, dass diese Errungenschaft in einem globalen Kontext hoher wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit erfolgt.
Die Entscheidung begründet sich in der Konsolidierung der öffentlichen Finanzen und der Entschuldungstrajektorie des Staates. Die Fitch prognostiziert, dass die Staatsschuldenquote im Verhältnis zum BIP bis Ende 2026 auf 87% sinken wird, was optimistischer ist als die eigenen Schätzungen der Regierung. Die Agentur prognostiziert zudem einen Haushaltsüberschuss von 0,1% für das laufende Jahr und ein Wachstum des portugiesischen BIP von 2,1% im Jahr 2026, über dem Durchschnitt der Eurozone, getrieben durch die Dynamik der Investitionen.
Mit dieser Aktualisierung teilt Portugal nun ein Kreditrisikoniveau, das dem von Volkswirtschaften wie Frankreich, Belgien, Estland, Litauen, Slowenien und Malta entspricht, und gehört zur eingeschränkten Gruppe der Eurozone-Länder mit hohem Vertrauen bei internationalen Investoren. Die Fitch verweist auf das feste Engagement für Vorsicht und Strenge bei den öffentlichen Finanzen als differenzierenden Faktor.
Die Bewertung erfolgt im Anschluss an die Analyse von Standard & Poor's, die kürzlich die Note Portugals bei A+ mit positivem Ausblick bestätigt hat, und konsolidiert einen günstigen Zyklus in der Bewertung der portugiesischen Staatsschulden. Die Regierung bekräftigte die Absicht, die Strategie des Gleichgewichts der öffentlichen Finanzen und der nachhaltigen Entschuldung fortzusetzen, wobei die Haushaltskonsolidierung mit strukturellen Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der nationalen Wirtschaft verknüpft wird.




