Wenn nur zwei Reifen eines Autos ausgetauscht werden müssen, neigen viele Fahrer dazu, sie an der Vorderachse zu montieren, in der Annahme, dass die Vorderräder das Fahrzeug lenken. Reifenhersteller und spezialisierte Werkstätten wie Euromaster empfehlen jedoch, die neuen Reifen oder Reifen mit größerer Profiltiefe auf der Hinterachse zu montieren.
Der Hauptgrund liegt an der Stabilität des Fahrzeugs. Reifen mit besserem Grip hinten helfen, das Fahrzeug stabil zu halten, besonders auf nasser Fahrbahn oder in unerwarteten Situationen. Wenn die Straße nass ist, können die Rillen neuer Reifen das Wasser zwischen Gummi und Asphalt besser ableiten, was das Risiko von Gripverlust an der Hinterachse verringert.
Diese Empfehlung gilt auch für frontangetriebene Fahrzeuge, bei denen die Vorderreifen schneller abnutzen können. Michelin empfiehlt ebenfalls, neue Reifen auf der Hinterachse zu montieren, wenn nur zwei ausgetauscht werden. Bei Allradfahrzeugen ist es jedoch wichtig, das Handbuch des Fahrzeugs zu konsultieren, da einige Systeme spezifische Grenzen für Unterschiede im Verschleiß oder in der Dimension zwischen den vier Reifen vorgeben.
In Portugal beträgt die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Personenkraftwagen 1,6 Millimeter, doch Spezialisten warnen davor, bis zur gesetzlichen Grenze zu warten. Ungleichmäßige Abnutzung, Schnitte, Risse oder Verformungen sind ebenfalls Zeichen, die einen Reifenwechsel rechtfertigen. Der Idealfall bleibt, vier gleichwertige Reifen zu haben, aber wenn nur zwei ausgetauscht werden, ist das nicht gefährlich, solange die übrigen in sicherem Zustand sind.




