Zum ersten Mal seit Beginn der Wahlkampfperiode am 16. August haben der Gouverneur von São Paulo, Tarcísio de Freitas (Republicanos), und der Präsidentschaftskandidat der PL, Senator Flávio Bolsonaro, am Freitag (4.) in São Carlos, 230 km von der Hauptstadt entfernt, einen gemeinsamen Wahlkampfauftritt abgehalten.
Vor dieser Veranstaltung hatten sich die beiden nur in informellen Situationen getroffen, wie zum Beispiel beim Fest von Barretos oder bei der PL-Parteitagsversammlung, sowie bei Auftritten von Verbündeten. Der gemeinsame Besuch umfasste eine öffentliche Technologieeinrichtung, und die Veranstaltung war auf ein Publikum von „Überzeugten" in einer überwiegend konservativen Region ausgerichtet.
Trotz der Nähe zur Wahlkampfzeit hält Tarcísio eine „strategische Distanzierung" zum Präsidentschaftskandidaten aufrecht und vermeidet kontroverse Themen auf dem Podium, was eine potenzielle Quelle für Schäden bei seiner eigenen Landeswahl sein könnte.
Die Strategie des Gouverneurs deutet auf den Versuch hin, seinen Wahlkampf nicht mit dem von Bolsonaro zu verknüpfen, möglicherweise um sein Image bei gemäßigteren Wählerinnen und Wählern nicht zu gefährden, selbst wenn er gemeinsame Auftritte absolviert.




