Die Ratingagentur Fitch hat Portugals Rating auf A+ angehoben und damit die bereits von Standard & Poor's vergebene Bewertung erreicht. Dieser Anstieg wurde an den Finanzmärkten als gute Nachricht aufgenommen, aber der Autor des Artikels argumentiert, dass soziale Solidarmaßnahmen und Lebensqualitätsmetriken für diese Agenturen eindeutig zweitrangig sind, die Haushaltsdisziplin, Schuldennachhaltigkeit und die Solvenz des Bankensystems priorisieren.
Die Immobilienpreise in Portugal sind zwischen Ende 2019 und dem ersten Quartal 2026 um 99% gestiegen, haben sich also in sechs Jahren fast verdoppelt. Dieses Wachstum übersteigt den Durchschnitt der Eurozone um mehr als das Dreifache, der im gleichen Zeitraum etwa 31% betrug. Der Preisanstieg wurde durch Angebotsknappheit, ausländische und touristische Nachfrage sowie die Attraktivität des Landes für Investoren angetrieben.
Fitch erkennt an, dass diese Wertsteigerung bisher keine Blase verursacht hat, die platzen oder unmittelbar auf das Bankensystem übergreifen könnte, wie es in der Krise von 2008 geschah. Der Autor führt diese Risikoeindämmung auf die seit 2018 geltenden Kreditvergaberegeln zurück, einschließlich strenger Beleihungsgrenzen, Begrenzungen der Schuldendienstquote und verkürzter Höchstlaufzeiten für Kredite in Abhängigkeit vom Alter des Kreditnehmers.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Rating-Anstieg und die positiven Finanznachrichten nicht die Realität der meisten portugiesischen Bevölkerung widerspiegeln, insbesondere der jungen Menschen und der Mittelschicht, die mit ernsthaften Erschwinglichkeitsproblemen konfrontiert sind. Während die




