Die portugiesische Regierung kündigte am vergangenen Freitag, dem 4. September, an, dass das portugiesische KI-Modell Amália in eine neue Phase eintreten wird, mit zusätzlichen Fähigkeiten zum Lesen, Hören und Sehen von Text, Stimme und Bildern. Der Minister für Präsidialangelegenheiten, António Leitão Amaro, teilte am Ende des Ministerrates mit, dass der Übergang vom Prototyp zu den Schaltern öffentlicher Dienste geplant sei, um die Menschen bei der Bedienung zu unterstützen.
Für das Training des Modells wird der Zugang zu Daten von öffentlichen Einrichtungen und Diensten wie der Nationalbibliothek, der Cinemateca, Archiven und Museen in Betracht gezogen. Es wurde auch die Absicht angekündigt, einen Dialog mit Medienunternehmen aufzunehmen, um den Zugang zu ihren neuesten Archiven zu erweitern, wobei Portugal ein Beispiel für die Beziehung zwischen dem nationalen KI-Modell und den Medien sein möchte, unter Berücksichtigung der Bedenken hinsichtlich einer Entschädigung für die Nutzung der Archive.
Amália – Multimodaler Automatischer Sprachassistent mit Künstlicher Intelligenz – ist Teil der Nationalen KI-Agenda und wurde von einem Team entwickelt, das aus der Universidade Nova de Lisboa, dem Instituto Superior Técnico, der Universität Coimbra, der Universität Porto, der Universität Minho und der Stiftung für Wissenschaft und Technologie besteht. Der Erstellungsprozess begann mit der groß angelegten Sammlung und Verarbeitung von Daten in europäischem Portugiesisch, gefiltert nach ihrer sprachlichen Relevanz und Qualität, mit bis 2023 gesammeltem Wissen.
Für das Training wurden iberische und europäische Supercomputer verwendet, wie der spanische Mare Nostrum 5, der portugiesische Deucalion und das EuroHPC-Netzwerk. Eine Testversion des ersten Sprachmodells auf Portugiesisch wurde in der ersten Jahreshälfte 2025 abgeschlossen, und die endgültige Version wurde am 1. Juli vorgestellt.




