Die Frauenhäuser für Opfer häuslicher Gewalt beherbergen mehr Kinder als Frauen, wie ein Bericht über die Situation der geschlechtsspezifischen Gewalt in Portugal zeigt. Diese Daten stehen im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung, dass hauptsächlich erwachsene Frauen diejenigen sind, die diese Schutzräume aufsuchen.
Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2026 11 Todesfälle von Frauen, ein Kind und ein Mann in mit häuslicher Gewalt verbundenen Kontexten registriert. Diese Zahlen stellen tödliche Opfer von Gewaltsituationen im familiären Umfeld und in engen Beziehungen dar.
Die Daten weisen auf die Vulnerabilität von Kindern in diesem Kontext hin, die sowohl direkte Opfer von Gewalt als auch Zeugen davon sein können. Die Tatsache, dass sich in den Frauenhäusern mehr Kinder als Frauen befinden, deutet darauf hin, dass minderjährige Angehörige häufig in Gewaltsituationen hineingezogen werden, die hauptsächlich ihre Mütter oder Betreuungspersonen betreffen.
Der Bericht verdeutlicht die Notwendigkeit spezialisierter Hilfsangebote, die die spezifischen Bedürfnisse der betreuten Kinder berücksichtigen, von psychologischer Betreuung bis hin zu schulischer und sozialer Unterstützung, in einer besonders vulnerablen Phase ihres Lebens.




